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Herzlich willkommen bei OrganicXseeds-Deutschland

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Xenia Gatzert, Babette Reusch

Tel. +49 69 7137699-855 info(at)organicXseeds.com

Wir bemühen uns, die Datenbank möglichst aktuell zu halten. Bitte melden Sie uns, wenn Verfügbarkeiten falsch angegeben werden.

Die Datenbank zum Nachweis ist eine Anforderung gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und 889/2008, in denen die Verwendung ökologisch produzierten Saatgutes und Saatkartoffeln im ökologischen Landbau geregelt ist. Alle Bundesländer haben die FiBL Projekte GmbH beauftragt, diese rechtlich verbindliche und abschließende Dokumentation mit der Datenbank organicXseeds umzusetzen.

Neu ab 01.01.2022

Aufgrund der neuen EU-Verordnung 2018/848 ergeben sich ab dem 01.01.2022 einige Änderungen:

„Umstellungsware“

Ab 01.01.2022 kann Umstellungssaatgut einer Sorte erst dann verwendet werden, wenn Saatgut dieser Sorte aus ökologischer Erzeugung ausverkauft ist. Deshalb wird „Umstellungsware“ als Qualitätsstufe in der Datenbank hinterlegt und angezeigt.

Der Landwirt/die Landwirtin muss beim Einsatz von Umstellungsware nachweisen, dass kein Saatgut dieser Sorte aus ökologischer Vermehrung mehr verfügbar ist. Daher müssen die Landwirte einen Screenshot machen, von der benötigten Sorte mit allen Anbietern, auf dem zu sehen ist, dass nur noch Umstellungsware oder keine Ware mehr verfügbar ist. Diesen speichern Sie bitte digital ab, um nachweisen zu können, dass die Prüfung vor Verwendung erfolgte und legen ihn bei der nächsten Bio-Kontrolle vor.

Umgang mit Umstellungsware im Übergang von der alten zur neuen Öko-VO

1.) Alle Umstellungs-Saatgutpartien, die 2021 geliefert wurden, dürfen ohne Vorrangprüfung vom Verwender im Folgejahr 2022 eingesetzt werden.

2.) Alle Umstellungs-Saatgutpartien, die 2021 bestellt und 2021 oder früher anerkannt, aber erst im Jahr 2022 ausgeliefert wurden, dürfen ohne Vorrangprüfung vom Verwender im Jahr 2022 eingesetzt werden.

Dauerhafter Umgang mit Umstellungsware

Sind Reste von (Umstellungs-Saatgutpartien) Umstellungspflanzenvermehrungsmaterial nach erfolgter Vorrangprüfung aus stichhaltigen Gründen im laufenden Jahr nicht verwendet worden, so können diese ohne erneute Vorrangprüfung aufgebraucht werden.

Vegetatives Pflanzenmaterial: Anträge für vegetatives Pflanzenvermehrungsmaterial müssen über die Datenbank beantragt werden.

„70/30“ Saatgutmischungen: Saatgutmischungen mit konventionellen Anteilen (sogenannte „70/30 Mischungen“), die in 2021 von den Herstellern unter der VO (EU) 889/2008 hergestellt und von den zuständigen Kontrollstellen genehmigt wurden, können von Landwirt:innen in der nächstfolgenden Saison verwendet werden, ohne, dass eine erneute Genehmigung der konventionellen Komponenten erforderlich ist. 70/30-Saatgutmischungen aus 2021 sind als solche in der OXS gekennzeichnet.

Für Saatgutmischungen mit max. 30% konventionellen Anteilen von Arten bzw. Sortengruppen, die auf Allgemeingenehmigung stehen, die in 2022 von den Herstellern gemischt werden, gilt das neue EU-Bio-Recht (VO (EU) 2018/848). Vor der Aussaat dieser 70/30-Saatgutmischungen aus 2022 (alle die, die nicht als Mischungen aus 2021 in der OXS gekennzeichnet sind) müssen sich die Landwirte für alle konventionellen Arten bzw. Sorten der Mischung eine Bestätigung (Allgemeingenehmigung) über die OXS ausdrucken.

Kategorie I

Für Kategorie I - Sorten kann grundsätzlich keine Genehmigung gemäß Art. 45 (5) der VO (EG) 889/2008 oder Allgemeine Genehmigung gemäß Art. 45 (8) der VO (EG) Nr. 889/2008 erteilt werden. Hiervon ausgenommen ist lediglich Saatgut für, von der zuständigen Behörde des Mitgliedstaats gebilligte Zwecke der Forschung, der Untersuchung im Rahmen klein angelegter Feldversuche oder der Sortenerhaltung; die Genehmigung dazu kann nur von der zuständigen Behörde erteilt werden.

Kategorie I:
Ackerbaukulturen Gartenbaukulturen NEU
- Alexandrinerklee
- Blaue Lupine (bitterstoffarm)*
- Buchweizen (Esculentum)
- Deutsches Weidelgras**
- Einjähriges Weidelgras
- Esparsette*
- Gelbsenf (Sortengruppe ,Erucasäurehaltige Sorten')
- Inkarnatklee*
- Mais
- Pannonische Wicke*
- Perserklee
- Sommerhafer (außer Zwergtyp)
- Sommerwicke
- Welsches Weidelgras
- Winterroggen
- Winterweizen
- Winterwicke/Zottelwicke
- Zuckerrübe
- Endivie (Sortengruppe ,Glatt/Herbst')
- Gartenkresse
-Gurke (Sortengruppe ,Glas/Folie Schlangengurken')
- Kürbis (Sortengruppe ,Hokkaido')
- Paprika (Sortengruppe 'grün-rot blockig')
- Rote Bete *
- Schwarzer Rettich, rund*
- Stangenbohne, grün
- Sommersäzwiebel (gelb, Typ Rijnsburger)
- seit 1.4.2021: Winterweizen

- seit 1.4.2022: Wintertriticale (Körner-nutzung, Silonutzung*)

* Steht grundsätzlich auf Kategorie I, ist aber im Moment aufgrund eines Lieferengpasses auf Einzelgenehmigung eingestellt.
** Für Weidelgras müssen für Kategorie I mindestens 4 Sorten je Reifegruppe einen Wiederfindungsanteil von mindestens 75 % in den Länderempfehlungen/Anbaugebieten aufweisen. Die Grundlage für die Berechnung des Wiederfindungsanteils bilden die aktuellen Sortenempfehlungen 2017-2021. Die Gültigkeit der Sortenempfehlungsbasis für die Einführung der Kat. I soll auf jeweils 4 Jahre festgeschrieben werden und wird mit Veröffentlichung der neuen Empfehlungen aktualisiert. Die Sorten finden Sie hier.

Kartoffeln: Kategorie I ab 31.01.2020
a) bis zum 31.01.2020 können noch Ausnahmen gegeben werden, falls die gewünschte Kartoffelsorte ökologisch vermehrt nicht verfügbar ist. Bis zu diesem Termin muss die Kartoffelsorte, für die eine Ausnahme beantragt wurde, auch bestellt worden sein.
b) nach diesem Termin greift die Kat. I, d.h. es dürfen nur noch ökologisch vermehrte Kartoffelsorten bestellt werden.
c) ab dem 1.10.2020 bis zum 31.01.2021 können erneut Ausnahmen gegeben werden, falls die gewünschte Kartoffelsorte ökologisch vermehrt nicht verfügbar ist. Bis zum 31.01.2021 muss die Kartoffelsorte, für die eine Ausnahme gegeben wurde, auch bestellt worden sein. Anschließend gilt erneut die Kat. I für Kartoffeln, d.h. es dürfen nur noch ökologisch vermehrte Kartoffelsorten bestellt werden. In den darauffolgenden Jahren gilt für den Zeitraum 1.10.20xx bis zum 31.01.20xx (bzw. danach) gleichlautend das hier beschriebene spezielle Verfahren für Kartoffeln.

Allgemeines zur Datenbank

In die Datenbank organicXseeds.de werden die aktuell in Deutschland verfügbaren und ökologisch vermehrten Sorten von Saat- und Pflanzgutunternehmen eingestellt.

Zusätzlich ist organicXseeds auch eine Plattform, um vegetatives Vermehrungsmaterial (außer Pflanzkartoffeln) anzubieten. Hier sind für die Verwendung von Vermehrungsmaterial, welches nicht nach dem Verfahren des ökologischen Landbaus gewonnen wurde, jedoch die länderspezifischen Regelungen zu berücksichtigen.

Das in die Datenbank organicXseeds eingestellte Angebot an Saatgut und vegetativem Vermehrungsmaterial ist laut EU-Verordnung 2018/848 die Grundlage für Genehmigungsentscheidungen durch die betreffenden Kontrollorgane.

Grundsätzlich gilt: Genehmigungen und Bestätigung sind vor der Aussaat einzuholen und gelten lediglich für die betreffende Saison.

Der Datenbankverwalter schließt die Haftung bezüglich des eingesetzten Saatgutes und der Sortenwahl aus.